Montag, 18. Juni 2012

# 97 # Rezension zu "Sieben Tage ohne" von Monika Peetz


Monika Peetz

Sieben Tage ohne

Erschienen am: 14.05.2012
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Frauenroman
Seiten: 336
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-462-04410-2

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Klappentext: Die Fortsetzung des Bestsellers "Die Dienstagsfrauen" Die Dienstagsfrauen gehen fasten. Fünf ungleiche Freundinnen, ein gemeinsames Ziel: Entschleunigen, entschlacken, abspecken, so lautet das Gebot der Stunde. Zu ihrem jährlichen Ausflug checken die Dienstagsfrauen im einsam gelegenen Burghotel Achenkirch zum Heilfasten ein. Sieben Tage ohne Ablenkung. Kein Telefon, kein Internet, keine Männer, keine familiären Anforderungen und beruflichen Verpflichtungen. Leider auch sieben Tage ohne Essen. Theoretisch jedenfalls. Quälender Heißhunger, starre Regeln und nachreisende Probleme führen zu immer neuen Heimlichkeiten und gefährden jeden Therapieerfolg. Statt Entspannung gibt es Missverständnisse, Streit und schlaflose Nächte. Die schwerste Prüfung jedoch steht Eva bevor. Hinter den dicken Burgmauern begibt sie sich auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Sie entdeckt, dass man manche Familiengeheimnisse besser ruhen ließe…

Meine Meinung: Sie kennen sich nun schon 16 Jahre und treffen sich einmal monatlich jeden ersten Dienstag in ihrem Lieblingsrestaurant „Le Jardin“. Kiki, Judith, Caroline, Eva und Estelle – 5 Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Das jetzt anstehende Treffen ist für alle etwas Besonderes, denn es geht um ihre anstehende Fahrt, die sie einmal im Jahr durchführen. Zum Erstaunen der übrigen 4 Frauen kommt Eva zum ersten Mal mit einem eigenen Vorschlag, der auch ziemlich bestimmt und nicht ganz selbstlos von ihr angekündigt wird. Denn Eva ist der Meinung, man müsste mal Entschlacken und Entschleunigen und da wäre eine Heilfastenkur genau das Richtige. Da sich Eva schon ausgiebig damit befasst hat, weiß sie auch, wo sie ihre Kölner Freundinnen hin führen wird. Das Altmühltal, im tiefsten Bayern, verspricht auf der Burg Achenkirch für Alle die körperliche und geistige Selbstfindung.
Ohne große Diskussionen willigen die Frauen ein, denn jede Einzelne hat ihre eigenen Gründe für die Fastenkur. Estelle, die sich endlich in ihren neuem Chanel-Kostüm sieht, Kiki, die nach der Geburt ihrer Tochter Greta noch einige Pfunde abzuspecken hat, Judith, die ihren Körper reinigen will, Caroline, die Zeit für sich braucht um in Erfahrung zu bringen, was sie wirklich will und Eva, die heraus finden will, wer ihr Vater ist.

Wer kennt sie nicht, die Dienstagsfrauen? 5 Frauen, die sich während eines Französischkurses vor mehr als 16 Jahren kennen gelernt haben und zu Freundinnen geworden sind. Jedes Jahr krönen sie ihre Freundschaft mit einem gemeinsamen Wochenendausflug. Die letzte Fahrt führte sie allerdings etwas weiter weg – denn ihr Ziel war es, einen Teil des Jakobsweges zu bepilgern. Während dieser 10 tägigen Reise wurde ihre Freundschaft auf eine der härtesten Proben gestellt. Und trotz aller Widrigkeiten sind sie heute noch immer Freundinnen. Während in Monika Peetz erstem Roman „Die Dienstagsfrauen“ vor allem Judith im Fokus der Story stand, ist es bei „Sieben Tage ohne“ Eva.
Eva, die schon seit Jahren heraus finden will, wer ihr leiblicher Vater ist, hat erste Anhaltspunkte auf dem Dachboden ihrer Großmutter gefunden. Da ihre eigene Mutter vehement schweigt und ihr kein Sterbenswörtchen von ihrem Erzeuger preis gibt, hat sie beschlossen, dies auf eigene Faust zu tun. Was läge nicht näher, als an den Ursprung der Liebelei ihrer Mutter zurück zu kehren, die mit nur 16 Jahren schwanger geworden ist. Damals hat sie gerade eine Hauswirtschaftslehre auf der Burg in Achenkirch begonnen, die jetzt zum Heilfasten wirbt.
In „Sieben Tage ohne“ lernt man eine völlig andere Eva kennen, die nach ihrer Pilgertour sich und ihr Leben etwas umgekrempelt hat. Aber auch Caroline zeigt sich von einer völlig neuen Seite. Ihr Sicherheitsdenken, was Job und Familie betrifft, hat sich wesentlich verändert. Kiki, die junge ausgeflippte Künstlerin, die inzwischen Tochter Greta zur Welt gebracht hat, ist mit ihrem, um einiges jüngeren Max, dem Sohn der reichen Familie Thalberg, in eine gemeinsame Wohnung gezogen. In Judith, die etwas ruhiger und in sich gekehrter geworden ist, gibt es einen inneren Gefühlswandel. Nur Estelle scheint wie immer, die aufgedrehte, witzige und immer mit Sprüchen parate, extravagante Apothekerfrau geblieben zu sein.

In einem kleinen Rückblick lässt die Autorin die Pilgertour, die vor mehr als einem Jahr statt fand, noch einmal Revue passieren und schildert, was sich alles im Leben der 5 Freundinnen getan und verändert hat, sodass sich auch Nichtkenner des ersten Bandes unbeschwert in die Handlung von „Sieben Tage ohne“ einfinden können.
Der Mittelteil des Buches dominiert von den Vorgängen und Abläufen des Heilfastens, das zum einen sehr aufschlussreich aber zum anderen auch etwas langatmig dargestellt ist. Das letzte Drittel des Buches überwiegt natürlich wieder von den ganzen Verstrickungen, in die sich die Frauen selbst hinein manipuliert haben und deren Auflösungen.

Monika Peetz schafft es mit ihrem ironischen und witzigen Schreibstil die Geschichte auf einem sehr amüsanten und heiteren Niveau zu halten, das wie auch schon in Teil 1 in einem Happy End für Alle endet. Die Darstellung ihrer Protagonisten ist so detailgetreu, dass man sich gut in sie hinein versetzen kann. Die Charaktere sind ausgereift und haben einen hohen Wiedererkennungswert.

Fazit: Eine kurzweilige Lektüre mit viel Spaß und Selbsterkenntnis, die unbedingt nach einer Fortsetzung verlangt.

Die Autorin: Monika Peetz
Monika Peetz, geboren 1963, Studium der Germanistik, Kommunikationswissenschaften und Philosophie an der Universität München. Nach Ausflügen in die Werbung und das Verlagswesen von 1990-98 Dramaturgin und Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk, Redaktion Fernsehfilm. Dort u.a. zuständig für "Tatort", "Polizeiruf", Kino-Coproduktionen und Einzelfilme. Seit 1998 Autorin in Deutschland und in den Niederlanden. Tutorin im Nürnberger Autorenstipendium seit 1997/98.


Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim

für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


Kommentare:

  1. Hi, ich habe einen kleinen Tag zum Thema Hörbücher für Dich, vielleicht hast Du ja Lust, den zu beantworten :o)

    http://www.diebuechertante.de/2012/06/stockchen-mit-dem-thema-fantasy.html

    LG,
    Linda

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  2. Hallo Linda,
    da schau ich doch gleich mal vorbei.
    L.G.
    Sabine

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