Samstag, 9. Juni 2012

# 91 # Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

Jürgen Rath

Nordhörn

Erschienen am: 01.05.2012
Verlag: Sutton
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 267
Preis € (D) 12,00
ISBN: 978-3-8666-80964-6

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Klappentext: Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel!

Meine Meinung: Wir schreiben das Jahr 1959. Steffen Stephan, der zuverlässige und arbeitsame Archivar wird auf die Insel Nordhörn versetzt. Er soll das durch den Brand zu Schaden gekommene Archiv wieder auf Vordermann bringen. Drei Monate hat er dafür Zeit. Zeit, in der er sich auf der Insel sesshaft machen soll. Doch die Bewohner stehen ihm nicht gerade wohl gesonnen gegenüber. Immer wieder trifft er auf Barrieren, die sich zwischen ihm und den Einheimischen aufbauen. Stephan wird nicht nur wie ein Außenseiter behandelt, sondern auch als Feind, vor dem es sich in Acht zu nehmen gilt.

Jürgen Rath hat mit „Nordhörn“ sein Krimidebüt präsentiert, das seinen eigenen Stil besitzt. Die in tagebuchform geschriebene Story baut auf zwei Handlungssträngen auf, die zum einen im Jahr 1959 und zum anderen in einem Rückblick im Jahr 1938 spielt.
Die Geschichte erzählt von den Ereignissen auf Nordhörn, die im Jahr 1938 geschahen und im Jahr 1959 wieder ans Tageslicht gelangen. Die von Geheimnissen umwobene Insel lässt den Leser auf spannende Ereignisse hoffen.
Diese Spannung hat für Meindafürhalten etwas lange auf sich warten lassen. Während die Kapitel zu häufig durch die ausgedehnten Mahlzeiten, die Zusammensetzung der Gerichte und deren Zubereitung dominierten, dazu noch viele Klischees bedient worden sind, fehlt es an der eigentlichen Handlung. Zudem muss man schon ein bekennender Fan von Schifffahrt und deren Technik sein, um von dem Plot nicht allzu sehr gelangweilt zu werden.
Raths Schreibstil fand ich zwar etwas gewöhnungsbedürftig, trotzdem liest sich die Story fließend. Man merkt das Rath der geborene Seemann ist uns sich in dem Medie bestens auskennt.
Beeindruckt haben mich allerdings wieder einmal das tolle Cover des Buches, sowie die auf Seite 8 eingefügte Landkarte der Insel Nordhörn. So konnte man sich gut in die Handlung vertiefen und die „Flucht“ des Archivars Steffen Stephan besser verfolgen.

Fazit: „Nordhörn“ ist ein ruhiger Nordseekrimi mit einer etwas rätselhaft erzählten Geschichte, der besonders für die Leser geeignet ist, die nichts von Brutalität und Blutvergießen halten.

Der Autor: Jürgen Rath

Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent.



Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplares bedanken.

Kommentare:

  1. Schöne Rezension... mal sehen, ob ich das Buch mir doch noch kaufe. Klingt ja doch nach einen Krimi abseits des Mainstreams.

    Ich mache jetzt mal schamlos Werbung: Ich sehe, du bist ein Challengefan. Magst du auch an meiner Challenge teilnehmen? Sie beginnt ab 01. Juli und endet am Ende des Jahres.
    http://sky-buchrezensionen.blogspot.de/2012/06/querbeet-challenge.html

    Liebe Grüße,
    Sky

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  2. Hallo, Die Rezi macht auf jeden Fall neugierig auf das Buch..Ich denke, ich werde es mir auch kaufen :-) L.G. Annette

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  3. Hallo,

    deine tolle Rezi macht einen total neugierig, würde mich auf einen Gegenbesuch freuen :D

    LG
    Ally
    http://www.allys-wildebuecherwelt.blogspot.de/

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