Samstag, 13. August 2011

Hanna Winter - Stirb

Lara Simons ist das eigentliche Ziel des Serienmörders, der schon seit langer Zeit in Berlin sein Unwesen treibt. In kurzen Abständen wurden drei weibliche Leichen gefunden, die alle die gleichen Merkmale aufweisen, jung, hübsch, ca. 1,65 m groß, brünett und alle drei sind bestialisch zugerichtet worden.
Wie ein Stalker hat der Mörder seine Opfer zuvor ausspioniert und nach deren Entführung tagelang gefoltert, bis er ihnen schließlich die Kehle mit einem Tranchiermesser durchschnitt. Doch mit Lara sollte der Höhepunkt erreicht sein.
Lara, die vor der Erfüllung ihres langersehnten Traumes steht und soeben ihr eigenes Cafe eröffnet hat, ahnt nicht, was sie nach der gelungenen Eröffnungsparty noch erwarten würde.

Noch total von Hanna Winters Debütroman „Die Spur der Kinder“ beeindruckt, das ich erst vor wenigen Tagen gelesen habe, habe ich gleich am Erscheinungstag des Thrillers „Stirb“ die Buchhandlung gestürmt. Auch die Leseprobe, die ich vorab mehr als verschlungen habe, ließ meine Erwartungshaltung für dieses Buch weit nach oben schnellen. Nachdem ich nun das Buch zu Ende gelesen habe, muss ich sagen, dass ich mehr als enttäuscht bin.

Nicht, dass es nicht spannend gewesen wäre. Hanna Winter hat mit ihrem flüssigen Schreibstil und ihren ständigen Perspektivwechsel die Spannung so richtig angeschürt um dann im dramatischsten Moment der Rückblende zur Gegenwart zurück zu kehren.
Ihre Figuren erscheinen ziemlich farblos, mir fehlten einfach die Details um eine klare Vorstellungskraft von ihnen zu bekommen.
Den Plot finde ich mit zu vielen Nebenhandlungen und den ständigen Wendungen der Ermittlungsarbeit viel zu überladen. Auch die verschiedenen Fährten, die die Autorin in dem Buch legte, ließen letztendlich fast jedem zum Täter werden. Das Finale dagegen fand ich wiederum unrealistisch und an den Haaren herbei gezogen.
Cover, Buchseitenstärke, Schriftgröße und eingebundenes Lesebändchen bekommen von mir allerdings volle Punktzahl.

Fazit: Auch wenn ich persönlich das Buch mit einigen Mängeln behaftet sehe, ist es eine gut unterhaltende Lektüre. Zumindest konnte ich es nicht aus den Händen legen, bevor ich nicht wusste, ob es noch ein Happy End geben würde.


Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 347

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension. Ich glaube ich werde das Buch eher nicht lesen. Vielleicht greife ich mal zu "Die Spur der Kinder". Liebe Grüße, Diti

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