Mittwoch, 20. Juli 2011

Michael Schröder - Jeder Tag endet mit dem Tod


Auf dieses Rezensionsexemplar „Jeder Tag endet mit dem Tod“ von Michael Schröder vom EPIDU-Verlag habe ich schon einige Tage gewartet und deshalb habe ich es gleich allen anderen Büchern vorgezogen.


EPIDU-Verlag
broschiert: 443 Seiten
Preis: 14,90 EUR
ISBN: 9783942584081

Als ich das Buch zu lesen begann, dachte ich nur, was ist denn das? Der größte Teil der Sätze bestand anfangs aus nicht mehr als 10 Wörter. Es klang abgehackt und schon gar nicht flüssig. Aber ein paar Seiten später spürte ich diesen eigenartigen Schreibstil komischer Weise gar nicht mehr, weil ich mitten in die Geschichte hinein katapultiert worden bin.

Meine persönliche Rezension:

Lisa König ist gerade einmal 13 Jahre alt und reist allein mit dem Zug von Eisenberg nach Karlsruhe um dort Elmar Kreuzer zu treffen. Er ist Kriminalkommissar und dafür bekannt, dass er nichts unversucht lässt. Aber Elmar bereitet sich gerade auf seinen verhassten Urlaub, der in wenigen Tagen beginnen soll, vor, als Lisa ihn um Hilfe bittet.
Sie erzählt ihm, dass ihr Vater ermordet worden ist und die hiesige Polizei die Ermittlungen eingestellt habe. Sie glaubt, dass ihr Vater aus anderen Gründen als die Polizei ihr zu verstehen geben will, gestorben ist und hat bei der ganzen Sache kein gutes Gefühl.
Selbst die Ermittlungsakte, die Lisa vor 4 Wochen mitgehen ließ, wurde nicht vermisst. Zudem weist die Akte kaum Hinweise auf eine Spur zum Täter und Motiv auf und ist obendrein sehr lückenhaft, wie Kreuzer später feststellen musste. Lisas Überzeugungskraft ist schließlich so stark, dass Elmar Kreuzer Lisa versichert, die Ermittlungen fortzuführen.
Nachdem seine anfänglichen Ermittlungen unter falschen Namen nicht gerade die größten Erfolge verzeichneten, jedoch eine Anzahl von neuen Erkenntnissen, wird Kreuzer ermordet – doch – Gott sei Dank nur im Traum. Sein neuer Tag beginnt wie der Vorherige, alles ist gleich. Kommissar Kreuzer erlebt von nun an immer wieder den gleichen Tag, nur mit dem Vorteil, dass er jeden Tag neue Erkenntnisse hinzugewinnt und diese für seine Ermittlungen ausnutzt – bis er schließlich an sein Ziel gelangt.

Tja – und „Täglich grüßt das Murmeltier“. Nach etwa einem Drittel des Buches glaubt man, sich in einem Märchen für Erwachsene zu befinden. Die anfänglich rasant dargestellten Ereignisse ebbten von nun an genauso rasant ab und wirkten ziemlich unglaubwürdig. Das Eigenartige daran war aber, dass der Plot trotzdem relativ spannend blieb. Zwar mischten sich hin und wieder langatmige Passagen unter, schmälerten aber den Lesegenuss keineswegs.
Die Dialoge mit der 13 jährigen Lisa wirkten allerdings sehr erwachsen, altklug und übertrieben. Dagegen stellte sich  Kommissar Kreuzer sympathisch und offen dar.
Den Schreibstil des Autors empfand ich gewöhnungsbedürftig und teilweise, durch die kurzen Sätze, sehr ruppig.
Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend, schlicht und passend.

Fazit: Ein solides Werk mit einem Mix aus Krimi und Fantasy. Leser, die gern auf Zeitreisen gehen, landen mit diesem Werk einen Volltreffer.

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An dieser Stelle möchte ich mich bei Blogg dein Buch und dem EPIDU-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars ganz herzlich bedanken.

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 443

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